Satzarbeiten
Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts galten Drucksachen als kleiner Luxus, der sich überwiegend im Businessbereich gegönnt wurde.
Heute hat quasi jeder einen PC-Zugang,
ein Textbearbeitungsprogramm laden . . .
und los geht's. Wunderbar, hunderte Schriften, zig Cliparts, Farben, Formen, Hintergründe.
Will man was professionell auf die Beine stellen, weicht die anfängliche Euphorie schnell der Ernüchterung. Irgendwie hat man keinen so richtigen Plan, es fehlen einfach typografische Grundkenntnisse sowie ein Harmoniegefühl für die Wechselwirkung von Schrift, Bild, Farbe und Raum. Und dann noch die Sache mit der neuen (alten?), anderen Rechtschreibung?!
Nächstes Hindernis - die Druckerei, die meist nur ein müdes Lächeln fürs "Werk" übrig hat.
Unzählige missratene Veröffentlichungen und Webauftritte zeugen täglich von zweifelslos redlichen Bemühungen, aber ohne Nachhalt. Von klassischen Fehlinvestitionen zu sprechen wäre keine Übertreibung.
Auch hier gelten im Web völlig andere Regeln als im Print. Das hat sich scheinbar noch nicht so herumgesprochen. Leseanforderungen am Bildschirm sind gänzlich andere als die von gedruckten Sachen.
Ziel für beide Bereiche: Beim Kunden Interesse wecken, wichtige Infos mitgeben, ihn "an die Hand nehmen" . . . ihn gewinnen.